Sortie annuelle du jumelage de Meerbusch.

(texte en français en seconde partie de l’article)

Wie im vergangenen Jahr, so wurde auch in 2023 wieder ein Gruppenausflug organisiert. Diesmal wurde Essen-Kettwig ausgewählt. Vorausgegangen war eine „Vorbereitungstour“ in der die Details für die An- und Abreise und den Tourverlauf festgelegt wurden.

Nachdem es tags zuvor ergiebig geregnet hatte, schien heute die Sonne. Los ging es mit dem Bus um 11:00 Uhr zum Bahnhof in Krefeld-Uerdingen. Weiter fuhren wir mit dem Zug über Duisburg nach Mülheim an der Ruhr. Hier ging es mit einer kurzen Busfahrt weiter zum Wasserbahnhof Mülheim, Start- und Zielhafen der „Weißen Flotte“ Mülheim. In einem netten Café ( man konnte rechts und links auf die Ruhr schauen) ließen wir uns Kaffee und Kuchen sowie kühle Getränke gut schmecken.
Pünktlich um 14:00 Uhr legte dass Schiff ab. Vom überdachten Freideck genossen wir die einstündige Fahrt mit kleinen Zwischenstopps an den Anlegestellen bis zu unserem Ziel „Anleger Kettwig“.
Hier empfing uns unser Stadtführer, der in einer kurzweiligen aber immerhin mehr als 2-stündigen Führung durch die sehr schöne Altstadt von Kettwig leitete. Hier erfuhren wir zum Beispiel, dass Essen nicht nur von der Familie Krupp geprägt wurde, sondern dass auch die Familie Scheidt mit ihrer Tuchfabrikation wesentlich zur Ortsgestaltung beitrug. In der Hochzeit der textilen Produktion, wurde Schafswolle in Argentinien eingekauft und in Essen Kettwig bis zum Endprodukt verarbeitet. Bis zu 1.800 Arbeitsplätze sicherte die Tuchproduktion ( ca. bis 1960 ). Ein beachtlicher wirtschaftlicher Faktor. Durch Essen-Kettwig führte der sogenannte „Hellweg“. Abgeleitet von der Bezeichnung der „helle Weg“. Die Wegtrasse wurde im Mittelalter von Strauch- und Baumbewuchs freigehalten, so dass ein heller Weg entstand. Diese Trasse ist ein Bestandteil des Jakob-Pilgerweges. Die Autobahn A52 ist bis heute ein sichtbares Zeichen dieser alten Wegtrasse. Die Altstadt zeichnet sich durch einen hohen Bestand an sehr schön restaurierten Fachwerkhäusern aus, die größtenteils unter Denkmalschutz stehen. Die alten Fabrikgebäude der Familie Scheidt, wurden in schöne Wohnungen umgewandelt, wobei die Fassade erhalten geblieben ist. Die sehr detailreiche Führung endete dann am Traditionsrestaurant „Die Stiege“. Hier ließen wir bei leckerem Essen und Getränken den Nachmittag ausklingen.
Gegen 21:30 Uhr fuhren wir dann vom S-Bahnhof Kettwig mit dem Zug nach Düsseldorf Hauptbahnhof. Von hier aus ging es dann mit der Straßenbahn und dem Linienbus wieder nach Hause.

Text Hans-Peter Sparla


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